+++ Eröffnung „donau impulse 2857“ am Sa, 17.11., 18 Uhr, Galerie Daliko/Krems +++

Another Evolu­tion – geplan­tes Projekt von Jochen Sengseis/Gregor Krem­ser

22.10.2012

Das Krahu­letz Museum in Eggen­burg wird 2013 zum Schau­platz des Kunst­pro­jekts „Ano­ther Evolu­tion“.

Krahu­letz sammelte so genann­tes, ,altes Gerüm­pel’', er trug alles zusam­men, was ihm irgend­wie von, ,Alter­tum’' und Wert erschien und legte so den Grund­stein zu einer Volks­kun­des­amm­lung. (zit. nach home­page Krahu­letz­mu­seum)

Krahu­letz erforschte nahezu alles, er sammelte Gesteine und kultur­ge­schicht­li­che Gegen­stände wie Uhren und andere Gebrauchs­ob­jekte. Oft gelangte er dadurch an Infor­ma­tio­nen, die bisher noch unbe­kannt waren. Hier setzt das Projekt Another Evolu­tion an.


Konzept

Teil 1: Die Künst­ler Jochen Sengseis und Gregor Krem­ser werfen selbst Forschungs­fra­gen auf. Wie wäre etwa eine Evolu­tion ohne Menschen verlau­fen? Welche Gesteine, Lebe­we­sen bzw. deren Über­reste würde es geben, wäre die Evolu­tion im Bereich des Eggen­bur­ger Meeres anders verlau­fen? Wie könn­ten Lebe­we­sen und Werk­zeuge bzw. archäo­lo­gi­sche Über­reste aus dieser neuen Evolu­ti­ons­ge­schichte ausse­hen? Die Beant­wor­tung dieser Fragen wird nicht wissen­schaft­lich sondern künst­le­risch umge­setzt. Ausge­hend von der Samm­lung des Krahu­letz Muse­ums werden Arte­fakte, Gesteine, „neue“ Fossi­lien u.ä. herge­stellt und im Kontext des Muse­ums als Auss­tel­lungs­stücke präsen­tiert. Die Besu­cherIn­nen werden so mit Objek­ten konfron­tiert, die auf den ersten Blick so wirken, als wären sie origi­nale Schau­stücke des Muse­ums, welche sich dann jedoch als „Fäl­schun­gen“ einer alter­na­ti­ven Evolu­tion entpup­pen. Dadurch werden die Besu­cherIn­nen selbst zu ForscherIn­nen, die neues Terrain betre­ten. Die Künst­ler wollen damit auch die Diskus­sion über das Forschern und Sammeln ansto­ßen und unsere Lust, neues zu entde­cken – eine zutiefst mensch­li­che Eigen­schaft – wecken bzw. aufrecht erhal­ten.

Teil 2: In einer „vir­tu­el­len“ Samm­lung könn­ten die Besu­cherIn­nen des Muse­ums für sich selbst folgende Frage beant­wor­ten: Was sammeln die Menschen in 1000 Jahren aus unse­rer Zeit? Fotos und kurze State­ments können dazu abge­ge­ben werden, die Künst­ler gestal­ten daraus ein Museum des Alltags, das natür­lich auch mit realen Objek­ten befüllt werden könnte und auch nach dem Festi­va­lende weiter­bes­ten kann. Auch eine stän­dige Erwei­te­rung wäre denk­bar.